Welche Aluminiumlegierungen eignen sich für Harteloxal?

Nicht alle Aluminiumlegierungen eignen sich für das Harteloxal-Verfahren, weil die chemische Zusammensetzung und Mikrostruktur der Legierung entscheidend für die Bildung einer dicken, harten Oxidschicht ist.

Die wichtigsten Aspekte für die Eignung einer Aluminiumlegierung sind:

Legierungsbestandteile

  • Elemente wie Kupfer, Silizium oder Magnesium können die Anodisierung erschweren oder ungleichmäßige, poröse oder spröde Schichten erzeugen.

  • Hochreine Aluminiumlegierungen (z. B. 99,5 % Al) eignen sich hingegen besser für dicke, harte Schichten.

Mechanische Eigenschaften der Legierung:

  • Sehr weiche Legierungen neigen zu Rissbildung oder Abplatzungen während des Härtens.

  • Bestimmte Legierungen sind nicht stabil genug, um die hohen Spannungen einer 550 HV-Schicht zu tragen.

Verarbeitungseinschränkungen:

  • Einige Legierungen entwickeln während der Anodisierung thermische Spannungen, die zu Verzug oder Mikrodefekten führen.

  • Dünne Bleche oder scharfkantige Bauteile aus ungeeigneten Legierungen können durch den Harteloxalprozess beschädigt werden.

Kurz gesagt: Harteloxal funktioniert am besten mit Aluminiumlegierungen, die eine stabile Oxidschicht bilden, chemisch kompatibel sind und die mechanischen sowie thermischen Beanspruchungen während des Prozesses vertragen. Bei anderen Legierungen können nur ungleichmäßige, spröde oder rissige Oberflächen erzeugt werden, was sie ungeeignet für den Prozess macht.

In unserer Legierungstabelle finden Sie die gängigsten Aluminiumlegierungen und deren Eignung für das Harteloxal-Verfahren bei Hernee.

Sind Sie trotzdem noch unsicher? Sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie persönlich und professionell.